Wie läuft eine logopädische Erstuntersuchung ab?

Für den Erfolg einer logopädischen Behandlung ist eine genaue Diagnose unbedingt erforderlich, die nach der Durchführung einer ausführlichen Anamnese und verschiedener logopädischer Untersuchungen gestellt werden kann.

Im Zuge des Anamnesegesprächs werden folgende Informationen eingeholt: persönliche Daten, kindliche/motorische/sprachliche/emotionale und soziale Entwicklung, Vorbefunde (Untersuchungen/Hörprüfung, Operationen), Verhalten im Alltag, eventuelle Probleme und sonstige Fragen. Es ist hilfreich, wenn Sie zu diesem ersten Gespräch folgende Unterlagen mitbringen: Mutter-Kind-Pass, ärztliche Befunde und Berichte von schon durchgeführten Therapien.

Nach der Durchführung verschiedener standardisierter Tests und der Analyse der Spontansprache ist es mir möglich, alle sprachlichen Ebenen (Wortschatz, Grammatik, Artikulation, Kommunikationsverhalten) und die Sprechflüssigkeit (kindliche Redeunflüssigkeit, Stottern, Poltern) zu beurteilen. Um die Funktionen der Mund- und Gesichtsmuskulatur gut diagnostizieren zu können, ist neben der Untersuchung der Beweglichkeit von Zunge, Lippen usw. auch eine Inspektion der Zähne, der Bissstellung und des Gaumens notwendig (bei Auffälligkeiten erfolgt eine Überweisung an die entsprechende Fachärztin/den entsprechenden Facharzt; außerdem muss bei bestimmten Artikulations-störungen/Sprachentwicklungsstörungen ein Hörtest durchgeführt werden).

Bei diesem ersten Termin bespreche ich mit Ihnen auch Organisatorisches (Verrechnung, Rückvergütung durch die Krankenkasse usw.).
Nach Auswertung der Tests wird ein Diagnostikbericht erstellt, der mit Ihnen besprochen wird. In diesem Gespräch werden auch die Ziele der logopädischen Behandlung genau definiert.
Mag. Veronika Moik | Am Ragnitzbach 6 | 8010 Graz